Agility im Sport

Beim Handball ist Kraft, Ausdauer und Koordination ein wichtiger Bestandteil des Trainings




Kraft


Maximalkraft: höchstmögliche Kraft, die bei maximaler willkürlicher Kontraktion vom Nerv-Muskel-System aufgebracht werden kann.

Reaktivkraft: Muskelkraft, die innerhalb eines Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus einen erhöhten Kraftstoß generiert.

Schnellkraft: Fähigkeit des Muskels, maximal schnell Kraft zu entfalten, dynamische Kraftentfaltung.

Explosivkraft: maximale Schnellkraft.


Ausdauer


Lokale Ausdauer: Wenn weniger als 1/6 der Muskulatur bei der Übung beteiligt ist, wird die lokale Ausdauer trainiert.

Allgemeine Ausdauer: Bei einer Beteiligung von mehr als 1/6 der Muskulatur, trainiert man die allgemeine Ausdauer.

Aerobe Ausdauer: Wenn das Gleichgewicht bei der Energiegewinnung zwischen Aufnahme und Zufuhr von Sauerstoff im Muskel besteht, nennt man dies Aerobe Ausdauer.

Anaerobe Ausdauer: Wenn ein Ungleichgewicht zwischen Aufnahme und Zufuhr von Sauerstoff besteht, nennt man dies Anaerobe Ausdauer. Dem Muskel wird weniger Sauerstoff zugeführt als er benötigt. Der Muskel verbrennt Energie ohne Sauerstoff und hat dadurch einen Sauerstoffmangel. Als Abfallprodukt entsteht Milchsäure (Laktat), die nicht von der Skelettmuskulatur abgebaut werden kann. Sie wird von Herzmuskel, Niere und Leber abgebaut.

Koordination


Reaktionsfähigkeit: Optimal schnelles und zweckgerichtetes Handeln auf Signale oder vorausgehende Bewegungsabläufe. Die Reaktionsfähigkeit ist eng mit der Umstellungsfähigkeit verknüpft z.B. beim Realisieren von Spielsituationen, freier Ball, Fehlwurf mit Start zum Tempogegenstoß.

Rhythmisierungsfähigkeit: Fähigkeit, Bewegungsabläufe zeitlich-dynamisch zu gliedern, die zeitliche Struktur von Bewegungen zu erfassen, speichern und umzusetzen, z.B. Prellen beim Handball, 3 Schritt-Regel.

Orientierungsfähigkeit: Fähigkeit, sich im Raum zielorientiert zu bewegen und bei Bewegungen in Bezug auf Raum und Zeit die Orientierung zu behalten und den Raum zu bestimmen bzw. zielgerichtet zu ändern. Kreisläufer müssen eine ausgeprägte Orientierungsfähigkeit besitzen um Pässe vor dem Kreis anzunehmen und nicht zu übertreten.

Differenzierungsfähigkeit: Bewegungsgenauigkeit und Bewegungsökonomie. Fähigkeit, einen Bewegungsablauf genau und fein abgestimmt mit dem passenden Krafteinsatz durchzuführen z.B. bei einem Leger oder Heber.

Kopplungsfähigkeit: Fähigkeit, Teilkörperbewegungen auf die Gesamtkörperbewegung abzustimmen und eine flüssige sportartspezifische Gesamtbewegung zu realisieren  z.B. beim Überzieher oder einem Sprungwurf.

Umstellungsfähigkeit: Fähigkeit, sich auf wahrgenommene oder antizipative Situationsveränderungen umzustellen und anzupassen z.B. Umstellung von Angriff auf Verteidigung.

Gleichgewichtsfähigkeit: Fähigkeit, den Körper im Gleichgewicht zu halten oder das Gleichgewicht nach Verlust schnellstmöglich wiederherzustellen.




206 Ansichten